WordPress ist kostenlos. Das haben Sie sicher schon dutzendfach gehört, und technisch stimmt es sogar: Die Software selbst kostet beim Download keinen Cent.
Doch dieses "kostenlos" trägt ein beachtliches Gewicht. Hosting, Plugins, Themes, Sicherheit, Wartung, Entwicklerzeit: Wer den Betrieb einer echten WordPress-Site zusammenrechnet, kommt schnell auf eine unbequeme Zahl.
Schauen wir uns das genauer an.
Die tatsächlichen Jahreskosten einer WordPress-Site
Die meisten kleinen Unternehmenswebsites auf WordPress kombinieren folgende Kostenpositionen:
Hinweis: Die Preisspannen gelten für eine funktional vollständige WordPress-Geschäftssite mit gängigen Premium-Plugins. Minimalinstallationen sind günstiger.
| Position | Jahreskosten |
|---|---|
| Managed WordPress Hosting (WP Engine, Kinsta) | 300 bis 600 € |
| Premium-Theme | 60 bis 200 € |
| Page Builder (Elementor Pro, Divi) | 100 bis 200 € |
| SEO-Plugin (Yoast, RankMath Pro) | 99 bis 200 € |
| Sicherheits-Plugin (Wordfence, Sucuri) | 99 bis 200 € |
| Backup-Plugin | 50 bis 100 € |
| Formular-Plugin | 50 bis 150 € |
| Performance- und Caching-Plugin | 50 bis 199 € |
| Bildoptimierungs-Plugin | 50 bis 100 € |
| Entwicklerzeit (Updates, Fixes, Inhaltsänderungen) | 500 bis 3.000+ € |
| Gesamt | 1.358 bis 4.950 €/Jahr |
Und das gilt nur, solange nichts schiefläuft.
Die Kosten, die auf keiner Rechnung auftauchen
1. Ihre Zeit
WordPress-Updates können unerwartete Probleme auslösen. Core-, Theme- und Plugin-Updates geraten mitunter in Konflikt: Ein Sicherheits-Patch, der plötzlich das Kontaktformular zerlegt, kostet schnell eine Stunde Debugging.
Liegt Ihr Stundensatz bei 50 Euro, kosten zwei Stunden pro Monat bereits 1.200 Euro im Jahr.
2. Langsame Site, verlorene Einnahmen
Eine träge Site kostet Besucher und Abschlüsse. Wer monatlich 2.000 Euro Umsatz über die Website erzielt und durch eine Geschwindigkeitsoptimierung 15 Prozent mehr Conversions gewinnt, lässt 300 Euro pro Monat liegen, also 3.600 Euro im Jahr.
3. Abhängigkeit vom Entwickler
WordPress-Anpassungen setzen WordPress-spezifisches Know-how voraus. Das Custom-Theme, das vor drei Jahren gebaut wurde, kann effizient nur noch jemand warten, der damals dabei war.
4. Kosten nach einem Angriff
WordPress betreibt 40 Prozent aller Websites im Netz und ist damit das größte Ziel automatisierter Angriffe. Wird eine Site kompromittiert, kostet die Wiederherstellung je nach Schwere zwischen 200 und 2.000+ Euro. Ohne proaktive Sicherheitsmaßnahmen ist das Risiko deutlich höher.
Die Alternative: Was eine moderne Site tatsächlich kostet
Zum Vergleich: So sieht die Kostenbilanz einer Next.js-Site auf Vercel aus:
| Position | Jahreskosten |
|---|---|
| Vercel Hobby (0 €, nicht kommerziell); kommerzielle Sites nutzen üblicherweise Pro für 20 €/Seat/Monat | 0 bis 20 €/Seat/Monat |
| Domain | 12 bis 15 € |
| Inhaltsänderungen (betreuter Support) | Abgerechnet nach Änderungsvolumen |
| Sicherheit, Backups, SSL | 0 € (inklusive) |
| Plugin-Updates, Konflikte | 0 € (keine Plugins) |
Gesamte Infrastruktur: ca. 255 Euro/Jahr.
Keine Plugin-Abonnements. Keine Theme-Lizenzen. Keine Sicherheitssoftware. Keine Update-Konflikte.
Die eigentliche Frage
Stellen Sie sich die Frage, was WordPress an Wartung, verpassten Anfragen, Nachbauarbeiten und übersehenen Risiken tatsächlich kostet.
Plugin-Abonnements und Entwicklerrechnungen sind sichtbar. Die Stunden, die beim Debugging von Updates draufgehen, die langsame Site, die Kunden vertreibt, das operative Risiko von Plugin-Updates direkt auf der Produktionsumgebung ohne Staging-Mirror: Das sind die unsichtbaren Kosten, die sich still summieren.
Eine einmalige Migration auf einen modernen Stack beseitigt den Großteil davon.
Was eine Migration kostet und was Sie zurückgewinnen
webvise kalkuliert WordPress-zu-Next.js-Migrationen nach Sitekomplexität, Inhaltsstruktur, SEO-Risiko, Integrationen und Redaktionsbedarf. Eine fokussierte Migration umfasst:
- Vollständiger Neuaufbau in Next.js mit bestehenden Inhalten und Corporate Design
- Deployment auf Vercel mit globalem CDN
- PageSpeed-Scores typischerweise im 90+-Bereich auf Mobilgeräten, abhängig von Content-Gewicht und Drittanbieter-Integrationen
- Einweisung ins CMS, damit Inhalte eigenständig gepflegt werden können
- Optionaler betreuter Redaktionssupport nach Launch, abgestimmt auf Änderungsvolumen und Reaktionserwartungen
Bei vielen Projekten werden die Neubaukosten durch reduzierte Hosting-, Wartungs- und Conversion-Verluste innerhalb von 6 bis 12 Monaten kompensiert. Der genaue Amortisationszeitraum hängt vom Traffic-Volumen und den bisherigen Kosten ab.