WordPress betreibt 40 % des Webs. Trotzdem stellen 2026 immer mehr kleine Unternehmen dieselbe Frage: Gibt es etwas Besseres?
Vielleicht ist die Seite langsamer als gewünscht, und Optimierungsmaßnahmen haben kaum etwas bewegt. Vielleicht kostet das monatliche Update von 25 Plugins schlicht zu viel Nerven. Wer regelmäßige Sicherheitswarnungen oder updatebedingte Ausfälle kennt, erkennt: der Wartungsaufwand schlägt inzwischen spürbar zu Buche.
Das ist kein Einzelfall. Und es gibt heute echte Alternativen.
Warum kleine Unternehmen WordPress hinterfragen
Die Gründe, die webvise von Geschäftsinhabern hört, sind nahezu immer dieselben:
- Geschwindigkeit. Viele WordPress-Seiten erzielen ohne gezielte Optimierung nur 45 bis 65 Punkte im mobilen PageSpeed-Test. Lange Ladezeiten kosten Kunden, bevor die Seite überhaupt erscheint.
- Wartung. Plugin-Updates, PHP-Versionswechsel, Theme-Konflikte, Sicherheits-Patches: ein wiederkehrender Kostenposten, der sich summiert.
- Schleichende Kosten. Das vermeintlich kostenlose WordPress entwickelt sich schnell zu 1.300 bis 5.000 € pro Jahr: Hosting, Plugins, Entwicklerstunden.
- Sicherheit. Im vergangenen Jahr wurden über 13.000 WordPress-Schwachstellen gemeldet, überwiegend in Drittanbieter-Plugins. Die Angriffsfläche ist groß und erfordert aktives Management.
Die gute Nachricht: Die Alternativen sind deutlich gereift. Ein ehrlicher Vergleich.
Die besten WordPress-Alternativen 2026
1. Next.js (mit Vercel)
Am besten geeignet für: Unternehmensseiten, die Geschwindigkeit, SEO und laufende Änderungen durch einen Dienstleister benötigen.
Next.js ist ein React-basiertes Framework, das die Seite als statisches HTML baut und auf einem globalen CDN ausliefert. Kein PHP. Keine Datenbankabfrage bei jedem Seitenaufruf. Keine Plugin-Kette.
- Geschwindigkeit: Korrekt gebaut, werden typischerweise 90+ Punkte im mobilen PageSpeed erreicht.
- SEO: Integrierte Metadata-API, automatische Sitemaps, serverseitiges Rendering bei Bedarf.
- Flexibilität: Unbegrenzt. Next.js ist ein vollständiges Programmier-Framework, kein Template-System.
- Laufende Änderungen: Erfordern einen Entwickler oder einen Managed-Service.
- Kosten: Hosting ab 0 € auf dem Vercel Hobby-Plan für nicht-kommerzielle Nutzung; kommerzielle Deployments laufen typischerweise auf Pro ab 20 €/Seat/Monat. Der Migrationsaufwand richtet sich nach Seitenkomplexität, Content-Struktur, SEO-Risiko, Integrationen und Anforderungen an die Bearbeitung.
Der Kompromiss: Selbst per Drag-and-drop lässt sich die Seite nicht bearbeiten. Wer jedoch ohnehin einen Entwickler für WordPress-Änderungen bezahlt, kommt mit einem Editing-Retainer ab 25 bis 100 €/Monat oft günstiger weg, ohne je wieder ein WordPress-Dashboard anfassen zu müssen.
2. Webflow
Am besten geeignet für: Design-orientierte Unternehmen, die visuelles Editieren ohne Code wollen.
Webflow ist ein visueller Website-Builder mit einem leistungsfähigen CMS. Das Ergebnis ist sauberes HTML/CSS ohne den JavaScript- und CSS-Overhead, der bei WordPress-Page-Buildern üblich ist.
- Geschwindigkeit: 70 bis 90 Punkte im PageSpeed. Besser als WordPress, nicht so schnell wie statische Frameworks.
- SEO: Solide Grundlagen: Meta-Tags, Alt-Texte, Sitemaps. Kein serverseitiges Rendering.
- Flexibilität: Hoch für Layouts und Design. Eingeschränkt bei benutzerdefinierter Logik oder Integrationen.
- Laufende Änderungen: Self-service über den visuellen Editor. Einarbeitungszeit: moderat.
- Kosten: 14 bis 39 €/Monat für den CMS-Plan. Mehr für E-Commerce.
3. Squarespace
Am besten geeignet für: Einfachste Auftritte: Startseite, Über-uns-Seite, Kontaktformular, nichts weiter.
- Geschwindigkeit: 60 bis 80 Punkte im PageSpeed. Solide, aber templateabhängig.
- SEO: Grundlegend. Begrenzte Kontrolle über technische SEO-Elemente.
- Flexibilität: Gering. Die Seite ist auf Templates und das Block-System beschränkt.
- Laufende Änderungen: Self-service. Sehr einfach.
- Kosten: 13 bis 40 €/Monat. All-inclusive.
4. Framer
Am besten geeignet für: Startups und kreative Unternehmen, die schnelle, animierte Seiten suchen.
- Geschwindigkeit: 75 bis 90 Punkte im PageSpeed. Gut, mit gewisser Varianz.
- SEO: Verbessert sich zügig. Grundlegende Meta-Tags, Sitemaps, ordentliche Indexierung.
- Flexibilität: Mittel. Hervorragend für Landing Pages, begrenzt bei komplexen Seiten.
- Laufende Änderungen: Self-service über den visuellen Editor. Intuitives Interface.
- Kosten: 5 bis 20 €/Monat. Preiswert für die gebotene Qualität.
5. Astro
Am besten geeignet für: Inhaltsreiche Seiten wie Blogs, Dokumentationen oder Medienportale, die maximale Geschwindigkeit benötigen.
- Geschwindigkeit: 95 bis 100 Punkte im PageSpeed. Beste Klasse für Content-Sites.
- SEO: Ausgezeichnet. Statisches HTML, schnelles TTFB, volle Kontrolle über Metadaten.
- Flexibilität: Hoch als Framework. Kleineres Ökosystem als Next.js.
- Laufende Änderungen: Erfordern einen Entwickler.
- Kosten: 0 €/Monat Hosting auf Netlify/Vercel. Entwicklungskosten variieren.
Direktvergleich
| WordPress | Next.js | Webflow | Squarespace | Framer | Astro | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mobiler PageSpeed | 35-65 | 90-99 | 70-90 | 60-80 | 75-90 | 95-100 |
| SEO-Kontrolle | Gut (mit Plugins) | Ausgezeichnet | Gut | Grundlegend | Verbessert sich | Ausgezeichnet |
| Selbst bearbeiten | Ja (komplex) | Nein (Managed) | Ja (visuell) | Ja (einfach) | Ja (visuell) | Nein (Entwickler) |
| Wartung | Hoch | Geringer (nur Framework- und Dependency-Updates) | Gering | Gering | Gering | Geringer (nur Framework- und Dependency-Updates) |
| Sicherheitsrisiko | Hoch | Reduziert (keine Plugin-Angriffsfläche; npm- und Plattform-Updates bleiben erforderlich) | Minimal | Minimal | Minimal | Reduziert (keine Plugin-Angriffsfläche; npm- und Plattform-Updates bleiben erforderlich) |
| Individuelle Logik | Über Plugins | Unbegrenzt | Eingeschränkt | Sehr eingeschränkt | Eingeschränkt | Moderat |
| Monatliche Kosten | 30-200+ € | 0-20 € | 14-39 € | 13-40 € | 5-20 € | 0-20 € |
| Einrichtungskosten | 0-2.000 € | Nach Analyse kalkuliert | 500-3.000 € | 0-500 € | 0-2.000 € | Nach Analyse kalkuliert |
Warum Next.js bei performancekritischen Unternehmensseiten vorn liegt
Ist die Website ein zentrales Geschäftsmittel, das Leads generiert, den Vertrieb unterstützt und bei Google rankt, verengt sich die Wahl schnell.
Next.js bietet:
- Hohes Performance-Niveau. Sauber architektierte Next.js-Seiten erreichen typischerweise 90+ Punkte im mobilen PageSpeed.
- Geringerer Routineaufwand. Kein Plugin-Ökosystem, das wöchentlich gepatcht werden muss; npm-Dependencies und Framework-Versionen erfordern weiterhin regelmäßige Updates.
- Volle Flexibilität. Benutzerdefinierte Formulare, API-Integrationen oder dynamische Preisseiten sind kein Problem.
- Niedrigere Gesamtkosten. Höhere Anfangsinvestition, deutlich geringere laufende Kosten.
Wann andere Lösungen sinnvoller sind
- [Squarespace](/blog/squarespace-website-problems) eignet sich, wenn die Seite eine einfache Visitenkarte ist, selten aktualisiert wird und PageSpeed keine Priorität hat.
- Webflow passt, wenn visuelles Bearbeiten unverzichtbar ist, etwa für Designer oder Design-Agenturen.
- [Framer](/blog/framer-vs-nextjs-business-website) ist die richtige Wahl, wenn eine einzelne Landing Page oder ein Startup-MVP schnell und poliert wirken soll.
- Astro empfiehlt sich für Entwickler, die inhaltsreiche Seiten mit maximaler Geschwindigkeit bauen wollen.
- Next.js überzeugt, wenn die Seite ein Geschäftswerkzeug ist: schnell, sicher, gepflegt, ohne eigenen Aufwand.
Noch nicht sicher, was passt?
Starten Sie mit den Daten. Den kostenlosen WordPress Health Report gibt es unter webvise.io/wp-health-report, mit einem genauen Bild der aktuellen Performance.
60 Sekunden. Keine Anmeldung erforderlich.