Eine Webagentur zu finden ist einfach. Eine zu finden, die liefert: pünktlich, im Budget, mit messbaren Ergebnissen, ist schwieriger als es sein sollte.
Die Branche ist voll von Agenturen mit polierten Portfolios, überzeugenden Verkaufsgesprächen und einer Tendenz zum Übertreiben. Nach dem Aufbau von Dutzenden von Business-Websites lässt sich klar erkennen, was gute Agenturbeziehungen von teuren Fehlern unterscheidet.
Diese 7 Fragen filtern den Lärm heraus. Stellen Sie sie jeder Agentur auf Ihrer Shortlist. Die Antworten sagen mehr als jedes Angebot.
1. Können Sie mir Live-Beispiele Ihrer Websites zeigen?
Jede Agentur hat eine Portfolio-Seite. Manche zeigen dort nur Screenshots. Fragen Sie nach URLs, die Sie tatsächlich aufrufen und testen können.
Öffnen Sie die Seiten auf Ihrem Smartphone. Prüfen Sie sie mit Google PageSpeed Insights. Achten Sie darauf, ob sie unter 2 Sekunden laden, und schauen Sie sich die mobile Darstellung an. Ein ansprechender Screenshot bedeutet nichts, wenn die echte Website langsam ist.
Warnsignal: Agenturen, die nur Mockups, Screenshots oder Dribbble-Bilder zeigen, aber keine Live-URLs.
2. Wer baut meine Website tatsächlich?
Manche Agenturen verkaufen das Projekt und lagern die Umsetzung an Subunternehmer aus. Diese Struktur kann funktionieren, sollte aber transparent sein. Zu oft wird man von einem erfahrenen Account Manager akquiriert und dann an einen Junior-Freelancer in einer anderen Zeitzone übergeben.
Fragen Sie direkt: Wer übernimmt Design, Entwicklung und Qualitätssicherung? Sind das Festangestellte oder Auftragnehmer? Haben Sie während des gesamten Projekts einen einzigen Ansprechpartner?
Warnsignal: Vage Antworten wie "unser Entwicklungsteam" oder "wir arbeiten mit geprüften Partnern". Das sind häufig Umschreibungen für Outsourcing.
3. Welche Technologie nutzen Sie, und warum?
Die Technologiewahl bestimmt Performance, Sicherheit und künftige Betriebskosten Ihrer Website. Eine gute Agentur erklärt ihren Stack und die Gründe dahinter, anstatt einfach das Günstigste oder Vertrauteste einzusetzen.
Fragen Sie: Setzen Sie auf WordPress, Webflow oder ein eigenes Framework? Welche Kompromisse gehen damit einher? Wer pflegt die Website nach dem Launch?
| Antwort | Was das bedeutet |
|---|---|
| WordPress | Flexibel, weit verbreitet. Hoher Wartungsaufwand: häufige Plugin-Updates, Sicherheitslücken. |
| Webflow | Schnelles Design. Begrenzte Anpassungsmöglichkeiten, monatliche SaaS-Kosten, kein Code-Eigentum. |
| Custom React / Next.js | Beste Performance und Flexibilität. Höhere Anfangsinvestition, Entwickler für Änderungen erforderlich. |
| "Was immer Sie bevorzugen" | Eine ausweichende Antwort auf die Stack-Frage kann darauf hindeuten, dass der Agentur eine fundierte technische Meinung fehlt. Das muss nicht zwingend ein Problem sein: Manche Kunden benötigen ausdrücklich einen bestimmten Stack. |
4. Wie werden Inhaltsänderungen nach dem Launch gehandhabt?
Genau hier stecken viele Unternehmen fest. Die Website geht live, und dann stellt sich heraus, dass jede Textänderung eine E-Mail an die Agentur, eine Wartezeit auf ein Angebot und Stundenlohn für einen Entwickler erfordert.
Fragen Sie konkret: Wie sieht der Bearbeitungsprozess nach dem Launch aus? Gibt es ein CMS? Was ist im Retainer enthalten? Was wird separat berechnet?
So sieht es gut aus: Ein klar definierter Prozess für Routineänderungen, transparente Preisgestaltung und entweder ein Self-Service-CMS oder ein Retainer mit planbaren Kosten.
5. Wie sieht Ihr Launch-Zeitplan aus?
"Fertig in 4 bis 6 Wochen" ist fast immer optimistisch: Ab der dritten Woche dehnen sich Projekte aus, Feedback-Runden dauern länger als erwartet, und Agenturen betreuen gleichzeitig mehrere Kunden.
Fordern Sie einen meilensteinbasierten Zeitplan an: Wann sehen Sie die ersten Wireframes? Das erste Design? Die erste Staging-Website? Was passiert, wenn eine Feedback-Frist verpasst wird?
So sieht es gut aus: Ein konkreter, meilensteinbasierter Ablauf mit klaren Verantwortlichkeiten in jeder Phase. Agenturen mit ausreichend Projekterfahrung haben dafür Vorlagen.
6. Was passiert, wenn ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden bin?
Kaum jemand stellt diese Frage vor der Vertragsunterzeichnung. Dabei ist sie eine der wichtigsten überhaupt.
Fragen Sie: Wie viele Überarbeitungsrunden sind inbegriffen? Wie läuft es ab, wenn die Designrichtung nicht stimmt? Gibt es eine Zufriedenheitsklausel im Vertrag?
So sieht es gut aus: Ein definierter Überarbeitungsprozess, ein Vertrag mit klar spezifizierten Liefergegenständen und eine Agentur, die durchdacht hat, wie Meinungsverschiedenheiten gelöst werden.
7. Woran messen Sie Erfolg?
Eine Website funktioniert nach dem Launch als Geschäftsinstrument. Wer die Arbeit mit dem Launch für abgeschlossen hält, hat das Wesentliche verfehlt.
Fragen Sie: Woran erkennen wir, ob die Website gut performt? Werden Core Web Vitals, Conversion-Raten und organischer Traffic gemessen? Gibt es nach dem Launch Performance-Berichte?
So sieht es gut aus: Die Agentur spricht über Kennzahlen, hat eine klare Vorstellung davon, wie Erfolg für Ihr spezifisches Unternehmen aussieht, und misst Ergebnisse statt nur Ästhetik.
Die Shortlist-Scorecard
Bewerten Sie nach Ihren Gesprächen jede Agentur anhand dieser Kriterien:
| Kriterium | Was Sie prüfen |
|---|---|
| Portfolio | Live-URLs, mobile Ladegeschwindigkeit, Relevanz für Ihre Branche |
| Teamtransparenz | Klare Aussage, wer baut und betreut, ohne Outsourcing-Überraschungen |
| Technologiewahl | Begründete Entscheidung, kein bloßer Komfort |
| Post-Launch-Prozess | Klare Bearbeitungslogik, Retainer oder CMS, transparente Preise |
| Zeitplanqualität | Meilensteinbasiert, nicht nur ein einziger Abgabetermin |
| Überarbeitungsklarheit | Prozess vor Vertragsunterzeichnung schriftlich definiert |
| Kennzahlenorientierung | Agentur spricht über Performance, nicht nur Design |
Die Warnsignale im Überblick
- Keine Preisangaben auf der Website: Sie werden möglicherweise zum Preis mit der höchsten Marge angeboten
- Generische Standardangebote ohne Bezug auf Ihr Unternehmen, Ihre Mitbewerber oder Ihre Ziele
- Versprechen von Google-Erstplatzierungen bis zu einem bestimmten Datum
- Verträge, die vage lassen, was "eine Website" umfasst
- Fehlende Begründung für die verwendete Technologie
Mit Daten starten, nicht mit Meinungen
Bevor Sie mit einer Agentur sprechen, sollten Sie wissen, wo Ihre aktuelle Website wirklich steht. PageSpeed-Score, Sicherheitsstatus und Mobile-Performance sind objektive Benchmarks, keine Meinungen.
Analysieren Sie Ihre Website kostenlos unter webvise.io/wp-health-report. Sie sehen Ihre realen Scores und was nötig wäre, um den für Ihr Unternehmen passenden Performance-Standard zu erreichen.
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